Rupprecht Geiger ist bekannt für seine intensive, kompromisslose Farbigkeit, deren Ursprung in seinen Kriegserfahrungen und dem Erlebnis von Licht und Farbe als Rettung liegt. Weniger bekannt ist, dass Geiger auch ausgebildeter Architekt war: Schon in den 1920er Jahren studiert er Architektur in München und arbeitet später unter anderem bei Oswald Eduard Bieber, dessen Tochter Monika er 1937 heiratet. Nach dem Krieg widmet er sich zwar vorrangig der Malerei, wirkt aber parallel als Architekt am gesellschaftlichen Wiederaufbau mit und entwarf zwischen 1950 und 1962 unaufgeregt moderne Häuser, unter anderem am Starnberger See.
Die Ausstellung zeigt fünf dieser Bauten anhand von Fotos, Dokumenten und Bauplänen, jeweils begleitet von zeitgleich entstandenen Gemälden, sodass erstmals eine kleine Parallelschau seines malerischen und architektonischen Schaffens möglich wird.
Realisiert wurde die Präsentation vom Museum Starnberger See in Zusammenarbeit mit dem Archiv Geiger, unterstützt durch den Freundeskreis Museum Starnberger See und durch die Curt-Wills-Stiftung.
Weitere Informationen und Begleitprogramm:
Öffnungszeiten:
Mi bis Fr: 14:00 bis 18:00 Uhr
Sa, So und feiertags: 11:00 bis 18:00 Uhr

Detail links aus: Rupprecht Geiger, Haus in Possenhofen, 1959, Foto: Archiv Geiger, München
Detail rechts: Rupprecht Geiger: E 197 (WV 140), 1954, Eitempera/Leinwand, 95 x 100 cm; Foto: Andreas Pauly/Archiv Geiger, München
